Münchner Opernfestspiele

Die Tradition der Münchner Opernfestspiele reicht bis ins Jahr 1875 zurück, als zum ersten Mal ein „Festlicher Sommer“ veranstaltet wurde. Diese Tradition führen wir auch künftig fort und setzen im Programm der Opernfestspiele zugleich einen jährlich wechselnden thematischen Schwerpunkt. Die ersten Opernfestspiele in der Intendanz von Serge Dorny stellen drei große Werke von Richard Strauss ins Zentrum, die über die Kunstform Oper selbst und über die Zeit, das ureigenste Medium der Musik, reflektieren. Strauss’ letzte Oper Capriccio, 1942 im Nationaltheater uraufgeführt, steht als Festspielpremiere auf dem Programm. In der Inszenierung von David Marton sind Diana Damrau als Gräfin und Michael Nagy als Graf zu erleben. Am Pult steht der Dirigent Lothar Koenigs. Barrie Koskys Inszenierungen von Der Rosenkavalier und Die schweigsame Frau komplettieren den Strauss-Schwerpunkt. 
Ein bestürzend aktuelles Werk ist als Eröffnungspremiere der Opernfestspiele erstmals in München zu sehen: Um religiösen Fanatismus, Ausschweifungen eines Priesters und eine Teufelsaustreibung im frühen 17. Jahrhundert geht es in Krzysztof Pendereckis Oper Die Teufel von Loudun. Generalmusikdirektor Vladimir Jurowski dirigiert, Simon Stone führt Regie. In den acht weiteren Opernproduktionen des Festspielprogramms werden Sängerinnen wie Anna Netrebko, Aida Garifullina, Marlis Petersen oder Anja Harteros und Sänger wie Plácido Domingo, Leo Nucci, Jonas Kaufmann, Piotr Beczała und Gregory Kunde zu erleben sein. Hochkarätig besetzt sind auch die Liederabende mit Sonya Yoncheva, Anja Harteros, Ian Bostridge, Christian Gerhaher und Jonas Kaufmann. Festspiel- und Kammerkonzerte runden das Programm ab. Das Bayerische Staatsballett zeigt in der Reihe Heute ist morgen wieder eine neue Kreation, das Opernstudio präsentiert sich in einem Festspielkonzert und die Tradition eines Festspiel-Gottesdienstes wird fortgeführt. Fünf musikalisch überreiche Wochen erwarten das Publikum.